Klimaschutz – ja, bitte. Dafür zahlen – eher nein!

Wie funktioniert Atmosfair?

Klimaschutz finden viele Pauschalreisende gut, dafür zahlen wollen bislang aber nur die Wenigsten

Ein kurzer Flug nach London: Dabei verursacht ein Reisender durchschnittlich 500 Kilogramm CO2-Emissionen. Eine ganze Menge – und vor allem sehr umweltschädlich. Die Klimaschutzorganisation Atmosfair bietet seit geraumer Zeit an, CO2-Emissionen bei Reisen mit dem Flugzeug zu kompensieren.

Laut Kompensationsrechner der Klimaschutzorganisation kostet es allein zwölf Euro den kurzen Flug nach London zu kompensieren. Die eingenommenen Gelder fließen in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, wo die identische Menge der ausgestoßenen Emissionen eingespart wird.

Das Konzept ist gut, finden auch viele Reisende, aber wenn es dann darauf ankommt den Beitrag zu zahlen, zögern sie offenbar. Als erster Reiseveranstalter übernimmt seit Neuestem der Südamerika-Spezialist Viventura die Kosten der CO2-Kompensationen für die Transatlantikflüge seiner bestverkauften Reisen.

Laut Anbieter können die Gäste zu insgesamt zehn Terminen mit Atmosfair-Beitrag reisen – ohne Aufpreis. Rund 120 weitere Veranstalter im Forum Anders Reisen hoffen, dass die Kunden freiwillig den Atmosfair-Beitrag bezahlen.

Die Möglichkeiten, seine CO2-Emissionen zu kompensieren, sind groß. Auf dem Markt tummeln sich weitere Anbieter wie GoClimate und die Schweizer Klimaschutzorganisation MyClimate. Nur die Nachfrage der Kunden ist noch gering. In Branchenkreise spricht man von nur einem geringen einstelligen Prozentsatz aller Pauschalreisenden. (vea)

 

ITB 2014 Tag 1 | 5. März 2014

Wie überlebt man einen Langstreckenflug?

Nackenkissen? Check! Mit diesen Tricks wird ein Langstreckenflug nicht zur Qual. Foto: Simon Isenberg

Das Hotel ist gebucht, der Koffer ist gepackt, die Ferien können losgehen – wär da nicht noch dieser zwölf Stunden lange Flug dazwischen! Wie bringt man einen Langstreckenflug am besten hinter sich? Ein paar Vielflieger geben Tipps.

Damit die Zeit im Flieger wie im Fluge vergeht, lohnt es sich schon früh mit den Vorbereitungen zu beginnen. Wer schon einige Wochen vor dem Flug viel Obst und Gemüse isst, versorgt seinen Körper mit wichtigen Nährstoffen.
Doch wer denkt schon gerne im voraus an eine stundenlange Reise im Flieger? Natürlich kann man auch vor Ort noch ein bisschen nachhelfen. Direkt vor dem Flieger empfiehlt es sich, nur leichtes Essen zu sich zu nehmen. Im Handgepäck sollten immer ein paar Snacks griffbereit liegen, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen.

Reisebloggerin Yvonne Zagermann, deren Reiselust sie mehrmals pro Jahr um die Welt fliegen lässt, rät: „Ohne Nackenkissen geht gar nichts! Auch Stützstrümpfe habe ich immer dabei. Je nach dem, ob man lieber im Gang oder am Fenster sitzt, sollte man unbedingt davor reservieren. Nichts ist schlimmer, als in der Mitte zu sitzen. Auf meiner Südafrikareise, von der ich kürzlich zurückgekommen bin, habe ich mir eine Schlaftablette eingeworfen. Sehr empfehlenswert!“. Zu empfehlen ist auch ein kleines Handtuch, Zahnbürste, Deodorant mit dabei zu haben, damit man sich auf der Toilette frisch machen kann. Dabei kann man auch gleich Feuchtigkeitscreme gegen die trockene Luft auftragen.

Alexandra Heinrich von germanwings empfiehlt: „Wegen meinen Ohrenproblemen versuche ich ganz oft zu gähnen“. Dagegen helfen auch Zitronenbonbons, da diese zu häufigem Schlucken zwingen und so kein Druck auf die Ohren gelangt. „Ich brauche nur eines bei langen Flügen: mein iPad mini mit guten Filmen und Musik. Dazu natürlich noch etwa 35 Akkus!“, meint die Reisebloggerin Heike Kaufhold.

Wer mal eine Filmpause braucht, kann einen Rundgang an Bord starten. Mit einigen Übungen können die versteiften Muskeln wieder gelockert werden und der Kreislauf kommt wieder in Schwung. Bequeme und lockere Kleidung gehören auf jeden Fall ins Gepäck. Wenn man vom kalten Deutschland in den Sommer flüchtet, sollte man an den Schichtenlook denken: während hier noch Minusgrade herrschen und ein dicker Pullover zur Tagesordnung gehört, möchte man den in der Karibik so schnell wie möglich ablegen.

Wer jetzt noch viel trinkt und eine Schlafmaske sowie Ohropax einpackt, wird wie auf Wolken reisen!

Fernreisen ITB 2013