Beten auf der ITB

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Smalltalk, Lärm, Visitenkarten – alles schreit auf der ITB nach Aufmerksamkeit und das hat Auswirkungen auf den Stresspegel der Beteiligten. Inmitten des Trubels sind Orte der Ruhe umso wichtiger. Der „Raum der Stille“ ist ein kleiner Gebetsraum, der Besuchern wie Beschäftigten aller Konfessionen Zuflucht bietet vor der Reizüberflutung des hektischen Messealltags. Er wird von der evangelischen Kirche angeboten und liegt ganz unscheinbar inmitten der riesigen Hallen zwischen einem großen Aufzug und dem Messe-Shop. Es gibt auch einen nach Mekka ausgerichteten Gebetsteppich, was den Ort unter Muslimen besonders beliebt macht. Auch an diesem Tag kommen einige Besucher: Eine Muslimin in beigem Oberteil läuft am Eingang vorbei. Sie sieht die weißen Vorhänge unter dem zweisprachigen Schild „Raum der Stille / Room of Silence“, wird neugierig, geht zurück und öffnet schließlich zögerlich die Tür. Zum Beten hat sie heute keine Zeit: „Ich war jetzt nur kurz drinnen, aber der Raum ist eine super Idee und hat mir sehr gut gefallen“, sagt sie danach.

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Wie wichtig für Muslime an einem Ort wie der ITB die Möglichkeit zum Gebet ist zeigt sich auch im Gästebuch des Raumes, in dem sich mehr als die Hälfte der Besucher speziell für die muslimische Gebetsecke bedanken. So schreibt zum Beispiel Mustafa auf deutsch: „Danke, dass an einen Gebetsraum gedacht wurde, sonst müsste man wohl oder übel draußen auf dem harten Boden beten.“

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Andere wie Abu Baker vom sudanischen Ministerium für Tourismus schaffen sich ihren eigenen Gebetsraum: In Halle 21 haben sich Aussteller aus muslimisch geprägten Ländern wie Sudan, Marokko und Tunesien zusammengeschlossen und hinter den Ständen eine kleine Gebetsecke eingerichtet. Das ist vielleicht sicherer: Zurück im Raum der Stille kratzt gerade Pfarrei-Helferin Christine Thon die Wachsreste von den Kerzenständern. Sie erzählt, dass der Gebetsteppich in Wirklichkeit nicht genau nach Mekka zeigt. Das sei bei der Raumaufteilung nicht möglich gewesen, lacht sie, „aber die Leute haben sich daran gewöhnt“. fep

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Ein Blick hinter die Kulissen auf der ITB: Wie ein Stand zustande kommt

Sonia Azzali an ihrem Stand „Veneto“

Sonia Azzali an ihrem Stand „Veneto“

Hektisch spricht Sonia Azzali ins Handy und verlangt nach fünf noch fehlenden Mehrfachsteckdosen, die ihr italienischer Stand auf der Internationalen Tourismusbörse ITB dringend benötigt. Parallel notiert sie schnell etwas auf ein Blatt Papier und gibt es an einen ihrer Kollegen weiter. Gleich im nächsten Moment schaut sie auf, lächelt und lässt sich das ganze Chaos und den Stress um sie herum nicht anmerken. Seit 15 Jahren ist Sonia Azzali Standhostess der Region Venezien und fühlt sich dieser Region sehr verbunden. Sie hofft, durch iher Region durch die ITB bekannter zu machen: “Ich habe Freude daran, mit Kunden ins Gespräch zu kommen, sie zu beraten, für Venezien zu werben und neue Kontakte zu knüpfen“. Die gebürtige Mailänderin empfindet ihre Tätigkeit von zehn bis achtzehn Uhr auf der Messe als interessant und aufregend, daher stört es sie auch nicht weiter, dass ihre inoffizielle Arbeitszeit an manchen Tagen bis zu zwölf Stunden am Tag beträgt. Sie weiß, dass das normale Arbeitsbedingungen auf Messen wie der ITB sind und dass die Arbeit bereits weit vor ihrer angefangen hat. Bei ihrem Stand beispielsweise schon rund drei Monate vor Messebeginn. Mehr als 30 Leute waren an der Planung und Umsetzung des Messestandes beteiligt. Dazu gehören zum Einen die Designer, die den Stand sowie die dazugehörige Dekoration entwarfen. Besonders besonders ist dabei die weiße imposante Löwenskulptur auf der rechten Seite des Stands. Sie befindet sich auf einer ebenfalls weiß gestrichenen Erhebung, trägt Flügel zu beiden Seiten und hat den Kopf aufgerichtet, was einen nahezu stolzen Ausdruck verleiht. Direkt hinter der Skulptur lässt sich mit weinroten Buchstaben der Name des venezianischen Stands erkennen: “Veneto“. Geschmückt wird die Wand durch Tannenzweige, die künstlerisch herunterhängen. Sonia Azzali steht mit ihrem Tisch davor, auf dem zahlreiche Flyer und Prospekte liegen. Schaut man an ihrer Schulter vorbei, erhält man durch einen an die Wand angebrachten Plasmafernseher durch Fotos und Videos Eindrücke von der Region.
Links von ihr befindet sich der restliche Stand. Rund 20 Informationstische mit weiteren Hostessen geben hier Auskunft. Betrachtet man den Stand mit all den Feinheiten genauer, erkennt man die viele Arbeit, die dahintersteckt. Aus diesem Grund werden die Elemente meist wiederverwendet, „das hängt jedoch stark von den gegebenen Quadratmetern, der Höhe und weiteren Faktoren der vorhandenen Fläche ab“. Einzelne Objekte der momentan bestehenden Kulisse des Stands auf der ITB werden beispielsweise in absehbarer Zeit auf einer Messe in England wiederzufinden sein.
„Die gesamte Dekoration wird dabei in Italien entworfen und hergestellt“, wie Sonia Azzali sagt. Doch nicht nur die Ausstattung kommt aus Italien, sondern auch die Arbeiter. Dazu zählen die beiden Projektleiter, einige Hostessen und die Handwerker, die den Stand auf – und wieder abbauen. Diese sind bereits sechs Tage vor Messebeginn angereist, um in Schichten von bis zu zwölf Stunden pro Tag den Stand herzurichten. Nach dem Wochenende, an dem die ITB für alle Besucher die Türen öffnet, kommen sie wieder zum Einsatz und werden die Messehalle in den ursprünglichen Zustand bringen.
„Die Arbeit der ITB besteht aus unzähligen Schubladen und jede ist für etwas anderes zuständig“, bemerkt Sonia Azzali. Auch wenn viele Menschen, Ideen und Projekte hinter der ITB stehen, lässt sich das meiste nicht auf den ersten Blick sehen. Die Arbeit auf der Messe ist mit der in der Tourismusbranche vergleichbar, in der die Gäste lediglich das Endprodukt zu sehen bekommen. Wie passend also, dass es sich hierbei um eine Tourismusmesse handelt.

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Andere Länder, andere Kostüme

Auf der Reisemesse ITB finden sich die ausgefallensten handgemachten Gewänder

 

David – Jäger von den Fiji-Inseln

„Wer einen Bullen tötet, der trägt seinen Bullenring als Kette“, sagt David Johnson. Johnson ist 32 Jahre alt und stammt von den Fiji-Inseln. Er trägt ein Kriegskostüm, das traditionell für seine Insel ist. Die Bemalungen in seinem Gesicht sind Kriegsbemalungen. In seiner Hand hält er einen „War Club“, eine Waffe, mit der einst Kannibalismus betrieben wurde. Johnson ist gestern mit 13 Kollegen aus Fiji angereist und erhofft sich von der ITB, dass mehr Europäer auf „seine“ Inseln reisen. Auf die Frage, wie ihm Deutschland gefalle, antwortete er mit südpazifischer Gelassenheit: „So far so  good“.

„Wer einen Bullen tötet, der trägt seinen Bullenring als Kette“, sagt David Johnson. Johnson ist 32 Jahre alt und stammt von den Fiji-Inseln. Er trägt ein Kriegskostüm, das traditionell für seine Insel ist. Die Bemalungen in seinem Gesicht sind Kriegsbemalungen. In seiner Hand hält er einen „War Club“, eine Waffe, mit der einst Kannibalismus betrieben wurde. Johnson ist gestern mit 13 Kollegen aus Fiji angereist und erhofft sich von der ITB, dass mehr Europäer auf „seine“ Inseln reisen. Auf die Frage, wie ihm Deutschland gefalle, antwortete er mit südpazifischer Gelassenheit: „So far so good“.

 

Manzi – der deutsche Afrikaner

Manzi Kayihura überrascht einen sofort, denn er spricht perfekt Deutsch. Manzi hat 13 Jahre zum Studieren und Arbeiten in Deutschland gelebt. Manzi ist 49 Jahre alt und kommt aus Ruanda, wo er 1999 nach seinem Deutschlandaufenthalt wieder hingezogen ist. Auf die ITB Berlin kommt er jährlich um sein Land zu vertreten. Erst kürzlich wurde Ruanda zum saubersten und sichersten Land Afrikas durch die Vereinten Nationen ausgezeichnet.  Sein traditionelles Kostüm wird zu feierlichen Anlässen getragen. Der Kopfschmuck bei Frauen heißt Urugori und sagt, ob die Frau verheiratet ist. Wenn die Frau, wie auf dem Bild, zwei Urugoris trägt, ist sie verheiratet. Trägt sie nur eine, ist sie ledig.

Manzi Kayihura überrascht einen sofort, denn er spricht perfekt Deutsch. Manzi hat 13 Jahre zum Studieren und Arbeiten in Deutschland gelebt. Manzi ist 49 Jahre alt und kommt aus Ruanda, wo er 1999 nach seinem Deutschlandaufenthalt wieder hingezogen ist. Auf die ITB Berlin kommt er jährlich um sein Land zu vertreten. Erst kürzlich wurde Ruanda zum saubersten und sichersten Land Afrikas durch die Vereinten Nationen ausgezeichnet.
Sein traditionelles Kostüm wird zu feierlichen Anlässen getragen. Der Kopfschmuck bei Frauen heißt Urugori und sagt, ob die Frau verheiratet ist. Wenn die Frau, wie auf dem Bild, zwei Urugoris trägt, ist sie verheiratet. Trägt sie nur eine, ist sie ledig.

 

Estrella – die Krugtänzerin

Estrella Gubo fällt einem beim Betreten der Messehalle sofort ins Auge. Ihr traditionelles Kostüm ist handgemacht und wird auf Spanisch auch „Spinnennetz“ genannt. Die Blumen heißen Nanduti und sind traditionelle Blumen Paraguays. Es dauert drei Monate ein Kostüm herzustellen und kostet um die 700 Euro. Mit dem Krug wird Wasser gesammelt. Bei traditionellen Tänzen wird er auf dem Kopf getragen. Sie ist 36 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Paraguay, was „Land des Wassers“ bedeutet. Seit acht Jahren lebt sie aus beruflichen Gründen mit ihrem Mann und ihren Kindern in Wien. Dort betreiben die beiden eine Tanzschule.

Estrella Gubo fällt einem beim Betreten der Messehalle sofort ins Auge. Ihr traditionelles Kostüm ist handgemacht und wird auf Spanisch auch „Spinnennetz“ genannt. Die Blumen heißen Nanduti und sind traditionelle Blumen Paraguays. Es dauert drei Monate ein Kostüm herzustellen und kostet um die 700 Euro. Mit dem Krug wird Wasser gesammelt. Bei traditionellen Tänzen wird er auf dem Kopf getragen. Sie ist 36 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Paraguay, was „Land des Wassers“ bedeutet. Seit acht Jahren lebt sie aus beruflichen Gründen mit ihrem Mann und ihren Kindern in Wien. Dort betreiben die beiden eine Tanzschule.

Paula – die „Fuikl“-Herstellerin

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Den Kopfschmuck der Kühe macht Paula Größwang selbst. Man nennt ihn Fuikl, und es dauert eineinhalb Tage um einen Kopfschmuck fertig zu stellen, je nach Größe auch länger. Sie ist 66 Jahre alt, kommt aus Berchtesgaden und ist zum ersten Mal auf der ITB um ihre Heimat zu präsentieren und Fuikl vor Ort anzufertigen. Sie trägt ein traditionelles Dirndl, das 100 Euro aufwärts kostet. Auch Zuhause trägt Ulrike ihre Dirndl, nur zur Gartenarbeit zieht sie sich eine Hose an.

Belinda – Miss Kreuzberg in ägyptischem Gewand

Belinda ist 25 Jahre alt und stolze Miss Berlin-Kreuzberg 2015-Titelträgerin. Sie stammt aus Berlin und trägt ein traditionelles Kostüm aus Ägypten. Hier wirbt die Miss Germany Corporation MGC mit offiziellen Titelträgerinnen für Egypt Travel, der der offizielle Ausrichter der Misswahlen ist. Gleichzeitig natürlich auch für die Misswahlen. Sie wollen Schönes und Schönes zusammenbringen. Insgesamt sind zehn Titelträger auf der Messe anwesend.

Belinda ist 25 Jahre alt und stolze Miss Berlin-Kreuzberg 2015-Titelträgerin. Sie stammt aus Berlin und trägt ein traditionelles Kostüm aus Ägypten. Hier wirbt die Miss Germany Corporation MGC mit offiziellen Titelträgerinnen für Egypt Travel, der der offizielle Ausrichter der Misswahlen ist. Gleichzeitig natürlich auch für die Misswahlen. Sie wollen Schönes und Schönes zusammenbringen. Insgesamt sind zehn Titelträger auf der Messe anwesend.

Janika und Onika – die traditionell gekleideten indischen Schwestern

„Es dauert 10-15 Minuten um ein Sari anzuziehen“, sagt Janika (23). Sie und ihre Schwester Onika (22) leben in Berlin, ihre Eltern sind ursprünglich aus Kalkutta. Beide tragen traditionelle Saris ihrer Mutter. Man trägt sie sowohl in der Stadt als auch bei Festen. Ein Sari kann zwischen zehn und 500 Euro kosten. Es gibt sowohl handgefertigte Saris als auch solche, die in Fabriken hergestellt werden. Ein Sari ist dreiteilig, ein bauchfreies top, ein Unterrock und dann ein fünf meterlanges Tuch, das man wickeln muss. Der Bindi auf der Stirn wird heutzutage überwiegend als Modeschmuck getragen. Lediglich an den großen roten Punkten erkennt man heutzutage die verheirateten Frauen. Durch Freunde sind sie zur ITB gekommen und präsentieren seit fünf Jahren Indien.

„Es dauert 10-15 Minuten um ein Sari anzuziehen“, sagt Janika (23). Sie und ihre Schwester Onika (22) leben in Berlin, ihre Eltern sind ursprünglich aus Kalkutta. Beide tragen traditionelle Saris ihrer Mutter. Man trägt sie sowohl in der Stadt als auch bei Festen. Ein Sari kann zwischen zehn und 500 Euro kosten. Es gibt sowohl handgefertigte Saris als auch solche, die in Fabriken hergestellt werden. Ein Sari ist dreiteilig, ein bauchfreies top, ein Unterrock und dann ein fünf meterlanges Tuch, das man wickeln muss. Der Bindi auf der Stirn wird heutzutage überwiegend als Modeschmuck getragen. Lediglich an den großen roten Punkten erkennt man heutzutage die verheirateten Frauen. Durch Freunde sind sie zur ITB gekommen und präsentieren seit fünf Jahren Indien.

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ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Die Malediven als Partnerland der ITB – Eine Investition in die Zukunft

Zum diesjährigen Partnerland der ITB ist es ein weiter Weg: knapp 700km südöstlich der Südspitze Indiens liegt die Republik Malediven, ein Inselstaat aus mehr als 1.100 Inseln auf 26 natürlichen Atollen. 90.000km² misst er und ist damit etwa doppelt so groß wie Niedersachsen. 99% dieser Fläche sind Wasser. Das macht die Malediven besonders gefährdet im Hinblick auf den globalen Klimawandel.

Da der Tourismus in den Malediven immer wichtiger wird und bereits ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, erhoffen sich alle Beteiligten durch den Auftritt auf der Messe, dass der Tourismus auf den Malediven nachhaltig gefördert wird. Als Partnerland der ITB bekommt der Inselstaat auch besondere Aufmerksamkeit: Seine Vertreter waren bei der Eröffnung der weltweit führenden Tourismusmesse anwesend, auf allen Plakaten, Flyern und Internetauftritten der ITB werden die Malediven besonders erwähnt, an den Infoständen liegen die Werbebroschüren der Malediven groß aus. Dadurch werden auch die rund 6.000 Journalisten aufmerksam und nehmen das Partnerland oft in Artikel über die Messe auf. Wie viel sich die Staaten diese Privilegien kosten lassen, erfahren wir nicht. Langfristig gesehen scheint sich diese vermutlich nicht geringe Investition aber auszuzahlen. Der Vizeminister für Tourismus des ehemaligen Partnerlandes Indonesien, Sapta Nirwandar, ist sicher, dass rund zwei Milliarden Dollar des Umsatzes der Tourismuswirtschaft seit 2013 direkt auf den damaligen Auftritt als Partnerland zurückzuführen sind.

Der Prozess, durch den die Malediven das Partnerland der ITB wurden und von diesem Nutzen profitieren konnten, begann schon 2011. Kriterien für die Auswahl sind laut Messeleitung „ein schlüssiges Konzept für die Selbstdarstellung des Landes und eine gelungene langfristige Messestrategie“. Die Bewerbung sei ganz formlos: Wenn Interesse besteht, nimmt der Staat Kontakt mit den Organisatoren der ITB auf und wenig später setzen sich Vertreter beider Seiten zusammen und das Konzept wird vorgelegt. Aktuelle politische und soziale Verhältnisse spielen für die Auswahl keine Rolle. „Wir möchten dafür sorgen, dass unsere Aussteller sich präsentieren, wie sie es für richtige halten, da der Tourismus in allen Ländern eine große Bedeutung spielt“, sagt Astrid Zand, die Pressesprecherin der ITB Berlin. „Neutralität bedeutet dabei, dass wir wirtschaftliche oder politische Vorgänge in unseren Partnerländern nicht kommentieren.“

Denn es gab außerhalb der ITB und ihres Fachrates Kritik an der Wahl, da das Land zum Zeitpunkt der Entscheidung eine als unsicher bezeichnete Regierung hatte. Aber diese Probleme würden sich in absehbarer Zeit lösen, so Moosa Zameer Hassan, stellvertretener Generaldirektor des maledivischen Tourismusministeriums. „Die Malediven können es sich nicht leisten, hinter den weltweiten Standards zu bleiben, ökonomisch wie sozial.“ Der Inselstaat sieht sich sogar als Vorreiter im nachhaltigen Tourismus. Bereits 1987 habe er als erster Staat weltweit die Gefahren des globalen Klimawandels erkannt habe. Ein Problem, das die Malediven besonders trifft, denn der größte Teil der Inseln liegt nur knapp einen Meter über dem Meeresspiegel.

Daher wird hier in erneuerbare Energien und nachhaltigen Tourismus investiert – auch von Ausländern. Eine der Investorinnen und Unternehmerinnen auf den Malediven ist Ruth Franklin. Mit ihrer Agentur fördert die gebürtige Britin vor allem die soziale Nachhaltigkeit auf den Malediven, indem sie Touristen und Einwohner im Alltag zusammenbringt. So sehen Touristen nicht nur die Resorts, sondern können auch die Kultur und Tradition der Inselbewohner kennenlernen. Traditionen wie die Tanzaufführung mit lautem Geschrei und Trommeln oder die Kluften und Kostüme, die rund um den Stand der Malediven in der Messehalle 4.2 an den fünf Messetagen zu finden sind. alb

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ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Forscher auf Zeit

So genannte Voluntourism-Angebote boomen – wer Wissenschaftler bei der Arbeit mit Tieren begleiten will, findet mittlerweile eine riesige Auswahl an Reisen vor

Malika Fettak, Expeditionsleiterin bei Biosphere Expeditions in einer kirgisischen Jurte auf der ITB Berlin

Spuren von wilden Tieren lesen, Kamerafallen aufstellen, Kotproben einsammeln: Immer mehr Organisationen ermöglichen es Reisenden, Forscher auf Zeit zu spielen und sich gemeinsam mit Biologen auf die Fährte von wilden Tieren zu machen. Das Angebot wächst stetig. Mittlerweile finden sich Reisen auf allen fünf Kontinenten – vom Wal auf den Azoren, über den Schneeleoparden in Kirgisien bis zur Breitfuß-Beutelmaus in Australien.

Einer der Marktführer ist Biosphere Expeditions. Mit dieser gemeinnützigen Organisation geht es für Abenteurer von den Tropen des Amazonas bis nach Sumatra. Insgesamt organisiert Biosphere Expeditions im Jahr zwölf Projekte in zwölf verschiedenen Ländern. In einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen kommen Teilnehmer den Forschern und Naturschützern ein Stück näher. „Die Chance selbst aktiv zu werden, mit Wissenschaftlern eng zusammenzuarbeiten, und mit eigenen Händen etwas zu tun macht die Freiwilligen-Arbeit aus“, sagt Malika Fettak, Expeditionsleiterin und Pressesprecherin von Biosphere Expeditions.

Diee gemeinnützige Organisation unterscheidet sich von einem Reiseveranstalter ganz klar: Die Teilnehmer bewegen sich in Gebieten wie Nationalparks, die für Touristen normalerweise nicht zugänglich sind. Die gemeinnützige Non-Profit-Organisation sind zudem auf Fördergelder und Sponsoren angewiesen, womit sie dann zum Beispiel neue Kamerafallen und anderes Material beschaffen können. Die Unterkünfte auf den Touren variieren von Land zu Land. Auf den Malediven zum Beispiel sind die Teilnehmer in Luxus-Resorts untergebracht, während sie in der Slovakei in Zelten und dicken Schlafsäcken schlafen.

Malika Fettak hört immer wieder von Leuten, dass ihnen der Mut fehlt, eine Expeditionsreise zu machen, dabei betont sie: „Es ist doch wichtig, sich auch mal etwas zu trauen, denn solche Erfahrungen sind einmalig und wertvoll.“ Wer nicht weiß, was ihn bei einer solchen Reise achten sollte, für den hat Fettak einen „Top Ten Tips-Ratgeber“ erstellt. Doch in dem wachsenden Voluntourism-Markt, ist Biosephre längst nicht allein. Auch andere Anbieter wie Earthwatch aus England und World Unite aus Deutschland bieten eine Vielfalt an Expeditionsreisen wie zum Beispiel nach Indien, in die Mongolei und nach Tansania an. Der Unterschiede zwischen Biosphere Expeditions, Earthworth und World Unite sind die verschiedenen Angebote der Länder sowie der Tierarten. les

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Der erste Tag der 50. ITB Berlin – Vergangenheit und Zukunft der Reisebranche treffen aufeinander

In diesem Jahr findet die ITB Berlin zum 50. Mal statt. Was 1966 noch mit fünf Ländern auf 580 Quadratmetern begonnen hat, ist über die Jahre zur weltweit größten Tourismusmesse angewachsen. Vom 09. bis zum 13. März präsentieren sich dieses Jahr über 180 Ländern, die die komplette Messefläche von 160.000 Quadratmetern ausfüllen. Damit hat sich die Größe der ITB mehr als verzweihundertfünfzigfacht. 

Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren als Thema stark an Bedeutung zugenommen. So begrüßt in Europa erstmals ein humanoider Roboter die Besucher der ITB Berlin. Als Messehostess gekleidet sieht ChihiraKanae erstaunlich echt aus. Sie gibt Informationen über die Messe, ihr Alter, Geburtstagsdatum und Sternzeichen, doch ihr Gewicht will sie nicht verraten. Bisher waren Roboter dieser Art nur im Herstellungsland Japan zu sehen.

Ebenfalls nimmt die Anzahl der 3D-Brillen an Messeständen verschiedenster Art zu. Virtual Reality bringt neue Chancen in der Reisebranche mit sich. Dadurch bekommen Touristen noch im Heimatland einen Vorgeschmack auf Hotels, Strände und Sehenswürdigkeiten im Urlaubsort. 25 der 200 stattfindenden Kongressveranstaltungen widmen sich in diesem Jahr der Digitalisierung der Reisebranche.  

Neben dem digitalen Wandel sorgen zwei weitere Themen für Gesprächsthema auf der Messe. Sicherheit und die anhaltende Flüchtlingsproblematik stellen Herausforderungen für die Reisebranche 2016 dar. Terroranschläge in beliebten Reiseländern hemmen die Reisebuchungen vieler Touristen. „Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die drei Volumenmärkte Türkei, Ägypten und Tunesien noch deutlich weniger Buchungen bei den Reisebüros als zum gleichen Vorjahreszeitraum“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes. Die Reisebranche ITB setzt gegen die Verunsicherung mit Themenabenden, Veranstaltungen und den altbewehrten Marketingstrategien: schöne Bilder und bunte Kostüme.

Die heutige Eröffnung der Messe ist auch Anlass für eine weitere Neuerung: Verträge für eine ITB China werden unterschrieben. Ab 2017 wird die Tourismusmesse dann auch in Shanghai stattfinden. Und, wer weiß, vielleicht werden dann schon alle Aussteller von Robotern abgelöst. ane

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

„Wir feiern einfach besser als die Heten“

Gut gebaut, braungebrannt, intelligent: Ben 27 hat alles, was er braucht.

Gut gebaut, braungebrannt, intelligent: Ben 27 hat alles, was er braucht.

Reisen für Lesben und Schwule boomen, das liegt nicht zuletzt an Aushängeschildern wie Ben.

Da steht Ben. Ein muskulöser junger Mann in weißem Tanktop und mit Silberkettchen. Er geht auf einem grell pinken Teppich vor einer Fotowand auf und ab und hält zwei Zeitschriften hoch. Erst beim zweiten Blick sieht man, dass es sein Gesicht ist, das nicht nur riesig auf der Leinwand hinter ihm abgedruckt ist, sondern auch auf den Magazinen, die er in der Hand hält. Er wird ständig fotografiert. Vier Bens in einem Bild.

Ben steht am Stand von Spartacus World, einem Portal für Reisen für homosexuelle Männer. Immer wieder kommen Besucher der Messe zum Stand, stellen sich neben ihn und posieren mit ihm, bis ein Foto ihren Ansprüchen genügt. Ben ist dabei gelassen, obwohl er heute noch einen anstrengenden Tag vor sich hat. Nicht nur, dass er zehn Stunden gut aussehen muss, er fliegt am Abend auch noch wieder zurück nach Zürich, wo er seit Kurzem lebt.

Man würde es nicht vermuten, aber das Selfmade-Model mit über 42000 Instagram-Followern und dem Lieblings-Hashtag #absmuskel läuft nicht immer im engen Tanktop herum. In seinem wahren Leben ist er Anzugträger und arbeitet als Sales- und Marketing-Manager bei einer Fluggesellschaft. Seine Homosexualität, die gerade durch Jobs wie diesen, als Standmodel auf der Reisemesse ITB sehr an die Öffentlichkeit getragen wird, hat ihm bei seinem Beruf noch nie Probleme bereitet. „Wenn mein Arbeitgeber mir Probleme wegen meiner sexuellen Orientierung machen würde, dann wäre es einfach nicht das Richtige für mich.“

Als Mitarbeiter einer Fluggesellschaft kennt sich Ben in der Tourismusbranche aus, trotzdem ist es sein erstes Mal auf der ITB und, unerwarteterweise, auch sein erstes Mal als angestelltes Model. Beruflich möchte er sich nicht weiter in diese Richtung entwickeln. „Ich mache das Modeln für die Schwulenbranche wirklich nur zum Spaß, mein eigentlicher Job ist und bleibt ein anderer.“

Seit 2010 ist das Segment der „Gay and Lesbian Travels“ auf der ITB vertreten und die Nachfrage wächst stetig an. Ben selbst hat noch nie an einer organisierten Reise für Schwule und Lesben teilgenommen, er plant lieber auf eigene Faust. Am liebsten reist der Marketing-Manager nach Spanien, denn dort gibt es eine große Schwulenszene und die besten Partys. Allgemein sind Schwulen-Partys besser als normale, findet Ben. „Wir feiern einfach besser als die Heten“. Zuletzt war er auf Mykonos beim „XLsior-Festival“, einem in der Szene bekannten Schwulen-Festival, auf dem er nicht nur seinen Exfreund, sondern auch seinen jetzigen Freund kennengelernt hat. Dieser ist Fitness-Model und auf Instagram posiert das sehr anschauliche Pärchen gerne in der Abendsonne von Zürich. Private Informationen teilt Ben offen mit Fremden, und auch, dass sein Freund genervt von seiner Ungeduld ist. „Man Ben, das hat doch noch Zeit, das kann man doch noch morgen machen“, äfft Ben seinen Freund in einem sehr weiblich klingenden Tonfall nach und blickt dabei hinab auf den pinken Teppich. Ein glatzköpfiger Mann im Anzug betritt den Stand und möchte ein Foto mit Ben. Ben lächelt in die Kamera, der Mann lächelt in die Kamera, und der pinke Teppich spiegelt sich nicht nur auf dem polierten Kopf des Mannes, sondern auch auf den schneeweißen Zähnen von Ben. caw

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Tourismusbranche geht verhalten optimistisch in das neue Jahr

Berlin. Rund 10.000 Unternehmen aus 187 Ländern stellen auf der 50. ITB vom 09. bis 13. März ihre neuesten Produkte aus der Tourismusbranche vor. Dabei gehen sie vor allem die große Herausforderung der mangelnden Sicherheit an, welche sich auch auf das Verhalten der Reisenden auswirkt. So sind Länder wie die Türkei, Ägypten und Tunesien seit Anfang des Jahres von starken Umsatzeinbußen betroffen. Dennoch kann Norbert Fiebig, Präsident des DRV, für den gesamten deutschen Reisemarkt durchaus ein positives Fazit ziehen. Eingebüßte Einnahmen können durch steigende Buchungen in der Karibik oder auch in Kuba aufgefangen werden. Deswegen bleibt auch der Blick der Reisebranche in die Zukunft positiv und es wird damit gerechnet, dass die Deutschen auch in den kommenden Jahren weiterhin viel reisen werden. (tis)

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Tourismus der Zukunft auf der ITB

Berlin. Die weltweit größte Reisemesse, die ITB Berlin, die von 9.-13. März am Messegelände der Bundeshauptstadt stattfindet, feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Was 1966 mit 9 Ausstellern aus 5 Ländern begann, hat sich mittlerweile zu einem Megaevent mit rund 10.000 ausstellenden Unternehmen aus 187 Ländern etabliert. Neben internationaler Sicherheit und Flüchtlingskrise dreht sich auf der diesjährigen ITB Berlin alles um den digitalen Wandel. Erstmals auf der Messe und in Europa zu sehen: ChihiraKanae – eine Roboter-Hostess von Toshiba, die die Besucher begrüßt. „Die digitale Transformation ist eine neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen und die auch im Fokus der Messe stehen wird“, erklärt Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. fri

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50 Jahre ITB: Reisebranche trotzt Verunsicherung

Zum 50. Jubiläum der Internationalen Tourismus Börse (ITB) erwarten die Veranstalter wieder 100.000 Fachbesucher sowie 10.000 Privatbesucher am Wochenende. Seit ihren Anfängen 1966 mit nur neun Ausstellern aus fünf Ländern hat sich die ITB zu einer der weltweit führenden Messen der internationalen Reiseindustrie entwickelt. Vom 9. bis 13. März sind die 26 Berliner Messehallen mit etwa 10.000 Ausstellern aus 187 Ländern ausgebucht.

Die diesjährige ITB befasst sich auch mit der Unsicherheit der Reisenden aufgrund von terroristischen Anschläge im letzten Jahr. Die Buchungszahlen des Jahresanfangs sind vor allem für Länder wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien zurückgegangen. „Angesichts von Terroranschlägen in beliebten Reisegebieten und einer spürbaren Verunsicherung beim Verbraucher benötigt die Branche zum Saisonauftakt einen kräftigen Schub“, sagt Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. Trotzdem ziehen die deutschen Reiseveranstalter eine positive Bilanz des Reisejahrs 2015 und erwarten auch für 2016 gute Ergebnisse, da die Reiselust der Deutschen noch immer sehr hoch sei. Rund 20 Tage verbrachten die Deutschen 2015 durchschnittlich mit Reisen, wobei Deutschland weiterhin das beliebteste Reiseland der Deutschen ist. mip

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50 Jahre ITB Berlin – Die weltweit größte Reisemesse feiert Jubiläum

Berlin. Im letzten halben Jahrhundert ist die ITB Berlin stetig gewachsen. Dieses Jahr sind 10.000 Aussteller auf 160.000 Quadratmetern vertreten. Die Fachbesucherzahlen sind um das 40-fache gestiegen. 1966 hat die Messe noch mit 250 Fachbesuchern auf 580 Quadratmetern begonnen. Die ITB expandiert inzwischen auch weltweit: Am morgigen Eröffnungstag wird der offizielle Vertrag zur ITB China unterschrieben. 2017 soll die ITB dann in Shanghai stattfinden. Das diesjährige Partnerland der Reisemesse sind die Malediven. Ausgewählt wurde das Land aufgrund der 50 jährigen Unabhängigkeit im vergangenen Jahr. 2016 muss die ITB schwierige Themen behandeln: Flüchtlingsströme und Terrorismus beeinflussen den weltweiten Tourismus. Trotzdem sehen die Verantwortlichen der Zukunft positiv entgegen. „Die anfängliche Buchungszurückhaltung löst sich allmählich auf. Seit Anfang Februar sehen wir eine Stabilisierung beim Reiseverkauf“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des deutschen ReiseVerbandes. Die ITB beginnt morgen, den 09. März für Fachbesucher. Privatbesucher haben am 12.und 13.März die Möglichkeit, die Messe zu besuchen.

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Ein halbes Jahrhundert ITB Berlin

Zum 50. Jubiläumsjahr präsentiert sich die Messe noch größer und internationaler

In diesem Jahr ist die ITB Berlin mit 10.000 Ausstellern aus 187 verschiedenen Länder komplett ausgebucht. 1966 hat die Messe noch mit 580 qm und 250 Fachbesuchern begonnen. Nicht nur die Größe der ITB hat sich in den letzten Jahren vervielfacht, auch durch die Digitalisierung kommt es ständig zu Neuheiten auf der Messe. So wird auf der diesjährigen Pressekonferenz ein humanoider Roboter vorgestellt, der als Messehostess die Gäste begrüßen und Informationen über die ITB Berlin geben wird.

Die morgige Eröffnung ist auch Anlass für eine weitere Neuerung: Verträge für eine ITB China sollen unterschrieben werden. 2017 wird die Messe auch in Shanghai stattfinden.

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Trotz politischer Krisen blickt der Tourismus positiv in die Zukunft

Die Reisebuchungen sind aufgrund weltweiter Krisenherde und Terroranschläge zu Beginn des Jahres etwas zurückgegangen. Dabei meiden die Urlauber im Vergleich zum Vorjahr besonders die Länder Türkei, Ägypten und Tunesien. Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), schloss anlässlich der Eröffnung der Internationalen Tourismus Börse (ITB) eine grundsätzliche Urlaubsmüdigkeit jedoch aus. Stattdessen wenden sich deutsche Urlauber verstärkt der Karibik zu: Besonders Kuba, die Dominikanische Republik und Mexiko sind derzeit stark nachgefragte Reiseziele. Alleine für Kuba sind die Reisebuchungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp die Hälfte gestiegen.

Trotz der Buchungssorgen mancher Zielländer warf auch ITB-Chef Göke zum 50. Jubiläum der Messe einen optimistischen Blick in die Zukunft: Von neun Ausstellern im Gründungsjahr 1966 bis hin zu 10.000 Ausstellern aus fünf Kontinenten und 187 Ländern in diesem Jahr hat die weltweit größte Reisemesse über die Jahre an Bedeutung gewonnen. Dabei sei sie „Trends nicht nur hinterhergelaufen, sondern selbst Vorreiter gewesen“, wie sich etwa an der für 2017 geplanten Premiere der ITB China in Shanghai zeige. Die Kernaufgabe der Messe, nämlich Menschen zusammenzuführen, die Geschäfte miteinander abschließen können, ist dabei laut Göke nie aus dem Blick verloren worden. Auch in diesem Jahr ist von dem diesjährigen Partnerland Malediven, das bereits seit 1984 auf der ITB vertreten ist, über erstmal vertretene Online-Portale bis hin zu den vatikanischen Museen eine große Bandbreite an Ausstellern auf der Messe.

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2016 wird das Jahr der Karibik

Die 50. ITB setzt auf ferne Reiseziele

BERLIN. Der Reisemarkt teilt sich im Jahr 2016 in zwei Teile, so der Präsident des Deutschen Reiseverbandes Norbert Fiebig auf der Eröffnungspressekonferenz der ITB 2016 in Berlin. Grund dafür sind globale Krisen wie die Flüchtlingswelle und Terrorismus. Trotzdem wird nach wie vor gereist, hart trifft es allerdings die bisherigen Lieblingsreiseziele der Deutschen. So verzeichnete die Türkei 2015 noch über 5,5 Mio. Urlauber, der Stand von Ende Januar diesen Jahres liegt mit 40 Prozent unter dem des Vorjahres. Gewinner ist die Karibik, die mit den Ländern Kuba, Mexiko und der Dominikanischen Republik besonders von den Auswirkungen profitiert. Dort sind die Buchungszahlen für den kommenden Sommer jetzt schon um die Hälfte höher als erwartet.

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Eröffnungspressekonferenz der ITB Berlin

Deutsche Tourismusbranche blickt trotz globaler Krise optimistisch in das Reisejahr 2016

Berlin, 8. März 2016 – Die weltweite Reiselust und vor allem, die der Deutschen als Reiseweltmeister ist aber ungebrochen, das sagte Norbert Fiebig vom Deutschen Reiseverband auf der Pressekonferenz am Dienstag, einen Tag vor der Eröffnung der ITB. Aufgrund jüngster Ereignisse und der global gestiegenen Terrorgefahr, vor allem in beliebten Reiseländern der Deutschen, wie der Türkei, Ägypten und Tunesien, sind die Prognosen vorsichtig formuliert.

Ungeachtet dieser Unsicherheiten, ist die Breite des Angebots der ITB 2016 größer als je zuvor, so Manuel Höger, der Pressesprecher der Messe Berlin. 1000 Messestände in 26 Messehallen bringen Fachbesuchern und Konsumenten neue Trends nahe, wie beispielsweise die voranschreitende Digitalisierung in der Tourismusbranche und Nachhaltigkeit im Tourismus zudem präsentieren sich viele Länder erstmalig auf der ITB.

Zum 50. Mal trifft sich dieses Jahr die weltweite Reisebranche auf der internationalen Tourismusbörse vom 9.-13. März in Berlin mit den Malediven als Partnerland, die ein besonderes Highlight der Messe darstellen.

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Eröffnung und Pressekonferenz ITB Berlin 2016

Die weltweit führende Fachmesse der internationalen Tourismusbranche eröffnet zum 50. Mal ihre Tore.

Auch im Jubiläums Jahr lockt die Messe wieder mit 10.0000 Ausstellern, aus 187 verschiedenen und 100.000 Fachbesuchern, so Emanuel Höger, Leiter der Presse -und Öffentlichkeitsarbeit der Messe Berlin.

Zum Jubiläum begrüßt die ITB das diesjährige Gastland Malediven.“Der Tourismus spielt eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft der Malediven, daher freuen wir uns umso mehr offizielles Partnerland der diesjährigen ITB zu sein.“

In den letzten 50 Jahren ist die Messe stark gewachsen, dies bestätigt auch die neue Veranstaltung „ITB China“, welche in Partnerschaft zwischen China und der ITB Berlin entstanden ist.

„2016 wird das Jahr der Karibik“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes. Bereits Anfang Februar sind mehr als 46 Prozent der Buchungen mit diesem Reiseziel eingegangen.

Es wird dieses Jahr auf der ITB viele neue Reiseziele sowie Aussteller geben.

09.-13. März 2016

Messe Berlin

www.itb-berlin.de

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ITB 2016 – Tourismus stellt sich den globalen Krisen

Terrorismus, die Flüchtlingskrise und der globale Klimawandel – diese aktuellen Themen machen auch vor der ITB Berlin nicht Halt. Schon immer habe sich der Tourismus besonderen Herausforderungen stellen müssen, doch „2016 wird ein besonders anspruchsvolles Jahr für die Reisebranche“, so Norbert Fiebig, Präsident von Deutscher ReiseVerband. Dennoch habe der Tourismus weltweit nicht abgenommen, Zahlen sprächen tatsächlich für das Gegenteil und auch in Deutschland gäbe es keine „Urlaubsmüdigkeit“.

Dr. Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V., meint, dass den aktuellen Krisen mit einem starken Tourismus entgegengewirkt werden kann. So ist zum Beispiel eine Forderung an die Politik, Integration der Flüchtlinge durch Ausbildung zu fördern. Hiervon würde die Tourismusbranche sicherlich profitieren, denn schon jetzt ist „die DNA dieser Branche international“, so Frenzel.

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